Den Körper haben - der Leib sein. 

Die Personale Leibtherapie / Leibarbeit wurde als Personale Arbeit am Leib entwickelt und übermittelt von Prof. Dr. Karlfried Graf Dürckheim. Es kommt aus der „Initiatischen Therapie“ wie das „Geführtes Zeichnen“.

Graf Dürckheim unterscheidet in der Leibarbeit, den Menschen, der "einen Körper hat", von dem, der sich durch Bewusstwerdung in seinem "Leib, der er ist", selbst findet.

Mit Leib ist eine auf den Person-Kern bezogene transparente leibliche Selbstwahrnehmung gemeint.

Der Mensch wird in der Leibarbeit, durch absichtslose Berührung hineingeführt in eine solche leibliche Wahrnehmung seiner selbst.
Die Berührung ist absichtslos insofern sie keinen konkreten Zweck und kein spezielles Ziel anstrebt und auch nicht von einer Technik geleitet ist.


"Der Leib, der ich bin."
Durch verschiedene Berührungsqualitäten entsteht bei der "Personale Leibtherapie" ein dialogisches Moment zwischen dem Menschen, der "in die Hand genommen wird" und seinem Begleiter. Dieses dialogische Moment steht für den Menschen stellvertretend und impulsgebend für das innere dialoghafte Begegnen seines im Grunde anwesenden Seins - so wie er von seinem Inbild her eigentlich angelegt und gemeint ist - und seines gewordenen Daseins in der Welt.
In diesem Prozess wird eine vertiefte Daseinsqualität erlebt, in der sich der Mensch ganz neu mit sich verbindet und seines "doppelten Ursprungs" gewahr wird. So kann in der "Personale Leibtherapie" ein tiefes Gemeint-und Erkanntsein stattfinden.
"Ich bin der Leib, der ich bin."



Leibbewusstsein
Aus dieser Erfahrung schöpfend vermag der Mensch bisher Unannehmbares als sinnstiftend erkennen und liebend annehmen. Dies kann ein heilsames Geschehen in Gang setzen, in dem noch unbekannte und unberührte, wie auch verschlossene oder abgespaltene, in Verdrängung geratene Seelenräume ins Leibbewusstsein, also in die Wahrnehmung ( Wahrheit-Nehmung, Maria Hippius Gräfin Dürckheim ) kommen.

Die im Lauf des Lebens gewachsenen und verfestigten Strukturen im Körper wie auch in der Seele werden bei der Personalen Leibarbeit in der Transparenz zum Kern hin wahrnehmbar und darin auf ihre frühere und heutige "Stimmigkeit" hin erkennbar und je nachdem veränderbar und allmählich integrierbar.


Dasein als Person
Der Mensch, der sich konkret leiblich in seiner existentiellen Person - Mitte berührt weiß, kommt in einen Prozess, in dem er sich - seines doppelten Ursprungs gewahr - zunehmend vom Grunde her vertrauend, selbst-bewusst und verantwortlich der Welt und seinen Aufgaben stellen kann. Dieser Weg kann für ihn einmünden in ein Dasein als Person - erkennend, liebend und gestaltend in seinem Lebens- und Wirkungsfeld, in das er hineingestellt ist.
„Heil werden“ heißt in diesem Sinne zu sich selbst zurückkehren.