Das „Geführtes Zeichnen“ wurde von Frau Dr. Hippius aus der Graphologie zur Grafotherapie entwickelt. Im „Geführtes Zeichnen“ werden über den graphischen Ausdruck (Kohle auf Papier) individuelle Lebensbewegungen und Lebenshaltungen wahrnehmbar und sichtbar. Fühlungnahme mit dem persönlichen und kollektiven Unbewussten wird ermöglicht. Verdrängte, unbewusste Inhalte, Gefühle, Denkstrukturen, Fehlhaltungen und Traumata können über das Geführte Zeichnen in Erfahrung und Erinnerung gebracht, ins Bewusstsein geholt und bearbeitet werden. Gleichzeitig entwickelt sich die Fähigkeit, die eigenen innewohnenden Ressourcen in die Wahrnehmung zu holen und in das Bewusstsein zu integrieren.
Die Unmittelbarkeit der Begegnung mit sich selbst über den spontanen, von innen her geführten Selbstausdruck hat eine tiefe, katalytische Wirkung und kann einen Wandlungsprozess einleiten.
Im Laufe des individuellen Zeichenprozesses kommt es zur kontinuierlichen Ausdifferenzierung und Ausgestaltung individueller Bewusstseinsanteile und immer wieder zur Begegnung mit Licht- und Schattenaspekten innerhalb der Psyche.
Die entstandenen zeichnerischen Dokumentationen des „Geführtes Zeichnen“, die sowohl diagnostischen als auch prognostischen Charakter haben, zeigen sich als von „innen“ her geführt, daher der Name „Geführtes Zeichnen“ ( Dr. Maria Hippius Gräfin Dürckheim ).

Ein Hauptmedium der Arbeit am Individuationsprozess.

Das „Geführtes Zeichnen“ kann außerdem durch das übende Wiederholen bestimmter Urformen, – wie z. B. Kreis, Spirale, Schale, Arkade, Senkrechte, Quadrat, etc., welche Dr. Maria Hippius – Gräfin Dürckheim als „Urformeln des Seins“ erkannte und  weiterentwickelte, – Grundqualitäten und Erfahrungen des Menschseins, die im persönlichen Lebens- und Lernumfeld nicht ausreichend entwickelt bzw. erlebt werden konnten (z. B. durch mangelnde Empathiefähigkeit der Eltern, Isolation, Traumata, etc.) evozieren.