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Meditation im Stile des Za-Zen
Durch das achtsame Sitzen in der Stille kann die Spannung zwischen mir und der Welt weichen und der leiblichen Erfahrung des Daseins Platz machen. Im Einlassen auf den Atem löst sich das Haften der Gedanken und Vorstellungen, so daß Körper, Seele und Geist als Einheit erfahrbar werden. In einer solchen Wandlung wächst die Durchlässigkeit für das, was über das Endliche hinausreicht.

Za-Zen

Ich zitiere hier auszugsweise aus dem SHINJIN MEI - VERSE ÜBER DEN GLAUBENSGEIST von
SÔSAN DAISHI

Das Wesen dieses einen So-Seins ist ein Geheimnis:
Unbewegt, absolut, alle karmische Bindungen vergessend.
Siehst du alle Dinge gleich,
kehren sie heim zum natürlichen Sein.
Ursachen verschwinden, Vergleiche sind nicht möglich.

Bewege dich nicht, und die Bewegung hört auf.
Bringe Ruhe in die Bewegung, und es gibt keine Ruhe.
Wenn beide nicht sind, kann eines dann sein?
Im Absoluten sind keine Regeln.
Der Geist, im Einklang mit ihm, wird unparteiisch
und hört auf zu planen und zu streben.
Wenn Zweifel und Argwohn ausgeräumt,
ist wahrer Glaube beständig und fest.

Alle Dinge sind vergänglich,
nicht notwendig, sie sich zu merken.
Leer, klar und selbstleuchtend
bemüht der Geist sich nicht.
Das ist der Platz des Nichtdenkens,
schwer auszuloten mit Intellekt und Gefühl.